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Marokko

Eine sehr schöne Stadt.

Hauptstadt:Rabat

Amtssprache:Arabisch

Staatsform:Konstitutionelle  Monarchie

Fläche:446.550km²

Einwohnerzahl:33.241.000

Bevölkerungsdichte:66Einwohner pro km²

Währung:1Dirham=100Centimes

Unabhängigkeit:von Frankreich und Spanien am 2 März 1956

Nationalhymne:Hymne Cherifien

Zeitzone:UTC

Kfz Kennzeichen:MA

 Während sich das Land in der eigenen offiziellen Staatsbezeichnung „al-Mamlaka al-Maghribīya“ als „Maghrebinisches Königreich“ bezeichnet (bis in die 1960er übrigens „Scherifisches Maghrebinisches Königreich&ldquo, hat sich international die europäische Ableitung des Namens der ehemaligen Hauptstadt Marrakesch für das gesamte Königreich Marokko durchgesetzt.

Geographie

Blick von Spanien nach Marokko
Blick von Spanien nach Marokko

Im Vergleich mit anderen afrikanischen Staaten ist Marokko flächenmäßig kein großes Land, in seiner Oberflächenform zeigt es jedoch ein überaus wechselvolles Bild. Im Wesentlichen lassen sich folgende natürliche Einheiten unterscheiden: die Küstenregionen im Norden und Westen; die atlantische Region mit der Marokkanischen Meseta; die montane Region mit dem Hohen und Mittleren Atlas und dem Rifgebirge; schließlich die transmontane Region mit den Plateaus im nordöstlichen Grenzgebiet, dem Antiatlas und den Beckenlandschaften im Randbereich der Sahara.

Die Mittelmeerküste ist überwiegend steil und felsig und weist viele Kaps und Buchten auf. Nur im Mündungsbereich des Moulouya nahe der algerischen Grenze erweitert sich die mediterrane Küstenlandschaft zu einem Becken. Im Westen läuft der gebirgige Küstenabschnitt in der sichelförmig nach Europa gerichteten Nordwestspitze Afrikas aus.

Die Atlantikküste dagegen ist eine flache, kaum gegliederte Ausgleichsküste mit starkem Sandtransport und deshalb nur schlecht für Häfen geeignet. Landeinwärts folgen hier breitere Küstenebenen wie die Niederung des Sebou bei Kenitra und die weitläufige Küstenmeseta von Casablanca. Weiter zum Innern steigt das Gelände auf etwa 450 m ü. M. zum zentralen Teil der Marokkanischen Meseta an, einer weiten Tafellandschaft, die auch als Binnenmeseta oder Hochebene von Marrakesch bezeichnet wird. Sie besteht hauptsächlich aus schwach gewellten, steppenhaften Hochflächen, über die vereinzelt Inselberge aufragen.

Im Süden und Osten wird die Meseta von den markanten Gebirgszügen des Hohen und Mittleren Atlas umrahmt. Dieses gewaltige Faltengebirge wurde im Tertiär beim Zusammenstoß der afrikanischen mit der eurasischen Krustenplatte aus dem damaligen Sedimentationsbecken herausgehoben. Erdbeben wie das von Agadir im Jahre 1960 zeugen davon, dass die gebirgsbildenden Vorgänge in diesem Raum bis heute nicht abgeklungen sind. Das Atlasgebirge bildet gleichsam das morphologische Rückgrat des Landes und stellt sowohl eine naturräumliche als auch eine wirtschaftlich-kulturelle Barriere dar. Als wichtige Klimascheide trennt der Gebirgswall das atlantisch-mediterrane Marokko vom saharisch geprägten Landesteil.

Der Hohe Atlas erstreckt sich in leichtem Bogen über rund 800 km von Südwesten nach Nordosten. Mit seinen schroffen, gratigen Gebirgsformen und den steilen Gipfeln hat er Hochgebirgscharakter. Hier liegen die höchsten Erhebungen des gesamten Atlas-Gebirgssystems, ja ganz Nordafrikas, darunter auch der höchste Berg Marokkos, der Jabal Toubkal (4.167 m).

Nach Nordosten setzt sich der Hohe Atlas im niedrigeren algerischen Sahara-Atlas fort; im zentralen Marokko schließt sich, nördlich versetzt, auf über 300 km der Mittlere Atlas an. Dieser besitzt in seiner östlichen, steil zur Moulouya-Senke abfallenden Kette ebenfalls über 3.000 m hohe Gipfel, weist ansonsten jedoch eher Mittelgebirgsformen auf. Den nördlichen Abschnitt des marokkanischen Atlasgebirges bildet das bis zu 2.456 m hohe Rif, ein wildzerklüfteter Gebirgsbogen, der sich von der Straße von Gibraltar parallel zur Mittelmeerküste bis zur Mündungsebene des Moulouya erstreckt. Die Längsfurche zwischen dem Rif und dem Mittleren Atlas, die „Pforte von Taza“, ist das wichtigste west-östliche Durchgangstal Marokkos.

Östlich des Moulouya-Tals, das im nördlichen Marokko die montane von der transmontanen Region trennt, steigt das Gelände allmählich zu weiten, steppenhaften Plateaus an, die zum Hochland des Schotts in Algerien überleiten. Die Gebirgszüge südöstlich des Atlashauptkammes, der Anti-Atlas und seine östliche Fortsetzung Jabal Sarhro sowie der südlich parallel ziehende Jabal Bani, gehören ihrem Aufbau nach nicht mehr zu den tertiären Faltengebirgen, sondern sind Teil der alten afrikanischen Masse. Im Süden davon erstrecken sich Randlandschaften der Sahara, zu denen auch die Beckenregion des Tafilalt und die Senke des Draa gehören.

Im Gebiet der Westsahara folgen auf eine breitere Küstenebene bis über 350 m ansteigende, von Wadis zerschnittene und mit Dünen überzogene Sandsteinplateaus, die gleichfalls der Sahara zuzurechnen sind.

Größte Städte

Die größten Städte sind (Stand: Volkszählung vom 2. September 2004):

  1. Casablanca: 2.933.684 Einwohner
  2. Rabat: 1.622.860 Einwohner
  3. Fès: 946.815 Einwohner
  4. Marrakesch: 823.154 Einwohner
  5. Agadir: 678.596 Einwohner
  6. Tanger: 620.400 Einwohner

Klima

Das Klima Marokkos zeigt einen Übergang vom mediterran beeinflussten Nordwesten des Landes zum saharisch-kontinentalen Südosten und Süden. Der Hohe und Mittlere Atlas, die zusammen als eigener Klimaraum aufzufassen sind, bilden mit ihrem Hauptkamm die Klimascheide. Der nordwestliche Landesteil hat trockenheiße Sommer mit einer mittleren Augusttemperatur von 23 °C und mittleren Temperaturmaxima zwischen 26 °C (Casablanca) und 29 °C (Tanger). Die Winter sind mild (Januarmittel 12 °C) und regenreich, wobei die Niederschlagsmengen nach Süden hin geringer werden (Tanger 900 mm, Agadir 200 mm Jahresniederschlag). Landeinwärts nimmt der mildernde Einfluss des Meeres rasch ab, so dass in der zentralen Meseta und im Atlasgebirge ausgeprägtes Kontinentalklima herrscht: In Marrakesch (Augustmittel 29 °C) können im Sommer 45 °C erreicht werden, während im Winter die Temperaturen um den Gefrierpunkt liegen können; an Niederschlag fallen kaum 250 mm. Dagegen bringen Steigungsregen an der Westabdachung der Gebirge zum Teil mehr als 1.000 mm Niederschlag pro Jahr, der über 1.000 m Meereshöhe in den Wintermonaten gewöhnlich als Schnee fällt. In den südlich des Atlas gelegenen Sahara-Randgebieten herrscht extrem trockenheißes Wüstenklima. Es fallen nur unregelmäßig Niederschläge, die selten 200 mm im Jahr erreichen, so dass Ackerbau lediglich in Oasen mit Bewässerung betrieben werden kann. Während der Sommermonate weht zeitweise der Schirokko, ein heißer, staubbeladener Wind aus der Sahara.


Flora und Fauna

Auch die Pflanzenwelt ist durch das Atlasgebirge zweigeteilt: Nordwestlich des Gebirges überwiegt der mediterrane Bewuchs, südöstlich davon die Wüstensteppe. Geschlossene Waldbestände mit Stein- und Korkeichen, Thujen, Atlaszedern und Aleppokiefern finden sich noch in den regenreichen Gebirgszonen und den westlichen Ebenen; sie bedecken nur etwa ein Zehntel der Landesfläche. Im südlichen Küstenbereich wachsen Arganien und Jujuben. Im übrigen hat der jahrhundertelange Raubbau die Mittelmeervegetation – soweit sie nicht Kulturflächen weichen musste – auf Baumheiden, Erdbeerbäume, Pistazien, Wacholderarten und Zwergpalmen reduziert. Oberhalb der Waldgrenze (bei 3.100 m) gibt es eine Stufe von Polsterpflanzen. Jenseits des Atlasgebirges ist Trockensteppenvegetation mit Büschelgräsern und Dornsträuchern vorherrschend; in der nordöstlichen Hochsteppe wächst das widerstandsfähige Halfagras. In den wenigen Oasen werden Dattelpalmen kultiviert.

Die wildlebenden Tiere haben sich in die dünnbesiedelten Gebiete Marokkos zurückgezogen; einige Arten, wie etwa der Wüstenluchs, sind vom Aussterben bedroht. Noch relativ häufig sind Berberaffen (Magots), Gazellen, Hyänen, Schakale und Wüstenfüchse (Feneks); auch Reptilien (Eidechsen, Chamäleons, Schildkröten, Schlangen) kommen zahlreich vor. Vogelarten gibt es sehr viele, unter ihnen Störche, Zwergadler, Geier, Bussarde und Milane. Das Gebiet um den Jabal Toubkal im Hohen Atlas wurde 1942 zum Nationalpark erklärt.

Bevölkerung

Marokkaner beim Tee, 2003
Marokkaner beim Tee, 2003

Rund 20 % der Marokkaner sind arabischstämmig. Die Berber (etwa 80 % der Bevölkerung, davon knapp 60% arabisierte Berber) sind heute zumeist sesshafte Bauern. Nur eine Minderheit lebt noch als Nomaden oder halbnomadisch in abgelegenen Gebieten des Mittleren Atlas oder auf den Hochplateaus im Osten des Landes. Nordmarokko mit der alten Metropole Fes ist eher arabisch (34 % der Bevölkerung Araber, 25 % arabisierte Berber), Südmarokko und dessen Metropole Marrakesch eher berberisch (30 % der Bevölkerung Berber) geprägt. Es leben rund 60.000 Ausländer im Land, darunter vor allem Franzosen, Spanier, Italiener, Tunesier und Algerier. Im Gegenzug leben über eine Million Marokkaner in Frankreich und sind somit wichtige Vertreter des Islam in Frankreich.

Die Bevölkerungsverteilung Marokkos ist sehr ungleich. Zwei Drittel der Einwohner leben auf etwa einem Zehntel der Landesfläche im Nordwesten oder Westen. Ballungsgebiete sind die Küstengebiete im Norden und Nordwesten und das Sebou-Tiefland. Obwohl Marokko eine alte Stadtkultur besitzt, leben nur 57,4 % (2003) der Bevölkerung in Städten. Die Verstädterung schreitet langsamer voran, als in anderen afrikanischen Ländern. 32,9 % der Einwohner sind jünger als 15 Jahre (2003); die Gruppe der über 65-Jährigen beträgt lediglich 4,4 %. Die Lebenserwartung beträgt 69 Jahre (2003). Das Bevölkerungswachstum liegt (2003) bei 1,6 %.

Marokko liegt vom Pro-Kopf-Einkommen her in der mittleren Gruppe der afrikanischen Länder. Die Sozialversicherung umfasst Alters-, Hinterbliebenen- und Invalidenrenten. Auch Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft sowie Familienbeihilfen werden gewährt. Versichert sind allerdings nur Arbeitnehmer in Industrie und Handel, beziehungsweise Genossenschaftsmitglieder. Die Arbeitslosigkeit (2004 durchschnittlich 10,8 %) ist besonders unter Jugendlichen hoch. Viele männliche Jugendliche wandern daher in europäische Staaten aus. Um das Problem der Arbeitslosigkeit zu lösen, gehen staatliche Maßnahmen in Richtung „Marokkanisierung“, das heißt Verdrängung ausländischer Fachkräfte. Die Inflation lag 2004 durchschnittlich bei 1,4 %. Das Gesundheitswesen ist im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten recht gut entwickelt. Die medizinische Versorgung der Stadtbevölkerung ist allerdings wesentlich besser als die der Landbevölkerung. Knapp die Hälfte aller Ärzte praktiziert in Casablanca und Rabat. Hauptprobleme der Gesundheitsvorsorge sind die Bekämpfung der Durchfall- und Parasitenkrankheiten, der Malaria und teilweise noch der Mangelernährung. Allgemeine Schulpflicht besteht für 7- bis 13-Jährige, jedoch werden nur 55 % aller Kinder eingeschult. 37 % aller Männer und 62 % aller Frauen sind Analphabeten (2002). Das Schulsystem ist dreistufig: auf fünf Jahre Grundschulausbildung folgen in der Sekundarausbildung eine vierjährige Unterstufe und eine dreijährige Oberstufe. Daran schließt die Hochschulausbildung an. Universitäten befinden sich in Rabat, Casablanca, Oujda, Marrakesch und in Fes. Auf eine lange Tradition kann die islamische Al-Qarawiyin-Universität in Fes zurückblicken, die bereits 859 gegründet wurde.

 

Religion

Staatsreligion ist der Islam. Rund 99 % der Bevölkerung sind Muslime, davon 90 % Sunniten malikitischer Richtung. 69.000 Einwohner bekennen sich zum Christentum (meist Katholiken) und 8.000 zum Judentum.


 

 

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